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Rekonfigurierbare Mikrochips revolutionieren die Computer-Technik
| Datum der Mitteilung: |
16.08.2000 |
| Absender: |
Frank Luerweg |
| Einrichtung: |
Universität
Kaiserslautern |
| Kategorie: |
überregional |
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wissenschaftliche Tagungen |
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Biologie und Biotechnologie, Informationstechnologie |
Eine Revolution in der Mikroprozessor-Technik ist nach Ansicht des
Lauterer Informatik-Professors Reiner Hartenstein derzeit in vollem Gange.
Rekonfigurierbare Mikrochips, deren Verschaltung sich noch während
der Bearbeitung eines Programms ändern kann, werden seiner Meinung
nach eine neue Generation von Hochleistungsrechnern ermöglichen.
Vom 27. bis 30. August findet im österreichischen Villach eine
Konferenz mit internationaler Beteiligung statt, auf der die Perspektiven
rekonfigurierbarer Hardwarebausteine und ihrer neuartigen "Struktur-Programme",
sogenannter "Configware", ausführlich diskutiert werden.
Hartenstein, Program Chairman der FPL2000 (The 10th International Conference
on Field-Programmable Logic and Applications), sieht als Vorteil der "weichen"
Hardware vor allem die deutlich höhere Leistungsfähigkeit im
Vergleich zu herkömmlichen Prozessoren. Das flexible Chip-Design ermögliche
die Bearbeitung komplexerer Befehle - und das bei sinkendem Zeitbedarf.
"Configware", so Hartenstein, "führt den Mikroprozessor als Methusalem
vor."
Erstmals werden auch auf der FPL die Möglichkeiten sogenannter
"biologischer" Computer diskutiert, denen Experten für spezielle Problemstellungen
große Perspektiven einräumen. Sogenannte Mikroreaktoren, in
denen auf kleinster Fläche Tausende von "Mikro-Reagenzgläsern"
untergebracht sind, ermöglichen bereits heute die minutenschnelle
Analyse chemischer Verbindungen - eine Aufgabe, für die ein größeres
Labor Stunden oder sogar Tage benötigt. Mit rekonfigurierbaren Mikroreaktoren,
in denen sich mittels mikroskopisch kleiner Ventile Reaktionsabfolgen flexibel
steuern lassen, könnten Computer der Zukunft beispielsweise das Riechen
lernen.
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Reiner Hartenstein
Tel.: 0631/205-2606
Fax: 0631/205-2640
email: hartenst@rhrk.uni-kl.de
Weitere Informationen finden Sie im WWW:
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